Monate: April 2018

Alfred Auerbach 1988 in Telgte

Kontakt mit Alfred Auerbach

Im Rahmen ihrer Forschungen 1980 beka­men die bei­den Schüler von Frau Groneck die Anschrift von Alfred Auerbach in Tel Aviv. Sie schrie­ben ihm einen lan­gen Brief mit Fragen zu strit­ti­gen Aussagen zum Thema. Es kam kei­ne Antwort. Später hat sich Alfred Auerbach dafür ent­schul­digt. Er habe den Brief wochen­lang mit sich her­um­ge­tra­gen, ohne die Kraft zu fin­den, dar­auf zu ant­wor­ten.

1985 hat die Stadt Telgte die Schülerarbeit als Buch her­aus­ge­bracht. Wir schick­ten ein Exemplar mit guten Wünschen an Alfred Auerbach, der dar­auf reagier­te und die­sen Brief schrieb. Nach wei­te­ren Nachforschungen erfolg­te 1989 der Kontakt zu Ilse Auerbach und spä­ter zur Familie Mildenberg in Israel.

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1989, Ilse Auerbach

Kontakt mit Ilse Auerbach

Ilse und ihre Schwester Margot waren die Töchter des Ehepaares Jenny und Hermann Auerbach, wohn­haft in der Bahnhofstraße (heu­te Atelier Akzente). Hermann und sei­ne Brüder Max und Moritz führ­ten das flo­rie­ren­de Unternehmen. Sie waren wie ihre Vorfahren Metzger und Viehhändler. Hermann war ein ange­se­he­ner, unbe­schol­te­ner Bürger, der im 1. Weltkrieg gekämpft hat­te und mehr­fach aus­ge­zeich­net wor­den war. Aber seit 1933 gin­gen die Geschäfte durch fort­lau­fend ein­schrän­ken­de und dis­kri­mi­nie­ren­de Erlasse und Verordnungen emp­find­lich zurück und die Hetze gegen Juden nahm immer mehr zu, so dass er für sei­ne Töchter kei­ne Zukunft mehr in Deutschland sah.

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Fritzi Mildenberg mit Peter Jannssens

Kontakt mit Fritzi Mildenberg

Dank jah­re­lan­ger Nachforschungen konn­te in Erfahrung gebracht wer­den, dass Hans Mildenberg schon 1964 gestor­ben war, aber sei­ne Frau, Fritzi Mildenberg, noch leb­te, und zwar in Bat Yam, nicht weit von Tel Aviv ent­fernt.

Nach ers­ten Briefwechseln orga­ni­sier­te Ludwig Rüter den Besuch Fritzi Mildenbergs. Durch eine Spendenaktion kam das Geld für den Flug nach Deutschland und einen acht­tä­gi­gen Aufenthalt in Telgte zusam­men, da die Witwe allein die Reisekosten nicht auf­brin­gen konn­te.
So wur­de es mög­lich, dass sie zusam­men mit ihrem Sohn Meir und des­sen Frau zum ers­ten Mal im August 1998 der Heimat ihres ver­stor­be­nen Mannes einen Besuch abstat­te­te.

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