Bernhard Möller wurde am 6. Juni 1930 in Münster geboren und wohnte mit seiner Familie in Telgte. Er litt an »mongolischer Idiotie« (heutiger Name »Trisomie 21«). Die Eltern behielten ihr Kind zu Hause bis zum Jahr 1940.
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Anton Erich Sauerland
Anton Erich Sauerland wurde am 29.01.1920 in Telgte geboren. Er wog bei der Geburt nur zwei Pfund, und bis zum Alter von zwei Jahren wusste man nicht, ob er durchkommen würde. Er lernte erst mit drei Jahren sprechen und mit fünf Jahren laufen. Der Telgter Arzt Dr. Koch empfahl 1928, dass der Junge eine Hilfsschule besuchen sollte, um fürs Leben einige Kenntnisse mitzunehmen.
Bernhard Lütke Grachtrup
Bernhard Lütke Grachtrup wurde am 28.03.1887 in Telgte geboren. Er lebte elf Jahre bei seiner Familie. Wegen seiner geistigen Behinderung kam er 1898 in die Heilanstalt Niedermarsberg, wo er in die Anstaltsschule eingewiesen wurde.
Die Schulakte für die Jahre 1901 und 1902 zeigt, dass er dem Unterricht nicht folgen konnte, weswegen er 1903 aus der Schule entlassen wurde. Anschließend kam er bis 1931 nach Ensen bei Köln in eine Einrichtung der Alexianer.
Oskar Rolf
Oskar Rolf wurde am 4. Februar 1916 geboren und lebte mit seiner Familie in Telgte. Dort besuchte er zwar die Schule, aber da ihm das Lernen schwerfiel, verließ er diese bereits nach der vierten Klasse als 16-Jähriger.
Sophia Serphos
Sophia Serphos kam am 12.06.1891 in Neuenhaus in der Grafschaft Bentheim zur Welt, besaß wie ihr Vater die niederländische Staatsbürgerschaft und war Jüdin. Da sie geistig behindert war, kam sie nach dem Tod des Vaters 1912 und dem der Mutter 1924 am 30.10.1924 in das St. Rochus-Hospital.
Gladys Strauß
Gladys Strauß wurde als Gladys Marx am 10.10.1910 in London geboren und heiratete später den Kaufmann Fritz Strauß in Dortmund. Am 12. März 1937 ist sie in der dortigen Wittekindstr. 29 gemeldet.
27.01.2018 Einladung zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus
Zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus laden die Stadt Telgte und der Verein Erinnerung und Mahnung gemeinsam zu einer Veranstaltung ein.
Vortrag: Matthias M. Ester M.A. Riga – Tatort und Gedenkort der Telgter Stadtgeschichte // Termin: Sa., 27.01.2018, 11.00 // Ort: Rathaussaal
6.12.2017 Vorstellung der Neuauflage des Gedenkbuches
Gedenkbuch für Telgter Opfer des Nationalsozialismus
Vortrag: Dr. Dorothea Beck, Dr. Peter Kröner
Die Verfolgung und Ermordung der psychisch Kranken und behinderten Menschen aus Telgte im Nationalsozialismus
Mittwoch, 06.12.2017, 19:00 // Großer Sitzungssaal des Rathauses
Schülerarbeit von 1980: Geschichte und Schicksal der Telgter Juden 1933–1945
Der Anstoß, sich mit der NS-Zeit in Telgte auseinanderzusetzen, kam von außen! Die Körberstiftung in Hamburg, die den von Gustav Heinemann initiierten Wettbewerb »Deutsche Geschichte um den Preis des Bundespräsidenten« betreut, schrieb 1980 alle Schulen an und lud sie ein, zu dem Thema »Alltag im Nationalsozialismus« auf lokaler Ebene zu forschen. Das Echo war groß. Zu keinem Thema gingen je mehr Beiträge ein.
Meine erste
Begegnung mit
Alfred Auerbach
Frau Westhues berichtet von ihrem Besuch bei Alfred Auerbach.
Im Dezember 1985 besuchten uns Aron Eshed und seine Tochter, die wir bei einer Reise nach Israel im Jahr zuvor kennen gelernt hatten, Aron sah bei uns das soeben erschienene Buch »Geschichte und Schicksal der Telgter Juden 1933 – 1945«, das Herr Rüter mit Schülern seiner Realschulklasse erstellt hatte. So kamen wir auf Alfred Auerbach zu sprechen. Aron versprach, nach seiner Rückkehr Grüße aus Telgte an den auch ihm ansonsten unbekannten Alfred Auerbach auszurichten.


